• Skip to primary navigation
  • Skip to main content
  • Skip to primary sidebar

Geldjournal.at

Das Online-Magazin rund um Finanzen aus Österreich

  • Startseite
  • Sparen
  • Kredit
  • Versicherung
    • Reiseversicherung
    • Haftpflichtversicherung
    • Private Krankenversicherung
    • Private Zahnzusatzversicherung
    • Berufsunfähigkeitsversicherung
    • Rechtsschutzversicherung
    • Tierversicherung
    • Teilkaskoversicherung
    • Pflegeversicherung
    • Motorradversicherung
    • Mopedversicherung
  • Kreditkarte
  • Trading
  • Immobilien
  • Gold
  • Ratgeber

Goldpreis

Veröffentlicht am 25. Juni 2013 · zuletzt überarbeitet am 12. August 2026

31,1034768 Gramm, keine runde Zahl, stecken in jeder Feinunze Gold, der internationalen Handelseinheit, in der der Goldpreis weltweit notiert wird. Wer verstehen will, was ein Preis „je Feinunze“ für den eigenen Ring oder Barren in Gramm tatsächlich bedeutet, muss zuerst durch diese krumme Zahl teilen, bevor überhaupt eine zweite Umrechnung, die von Dollar in Euro, dazukommt, und erst danach lässt sich der Feingehalt des konkreten Stücks berücksichtigen.

Die Feinunze als Maßeinheit: warum Gold in Dollar notiert wird

International wird Gold in US-Dollar je Feinunze (Troy Ounce) gehandelt, eine historisch gewachsene Handelseinheit aus dem angelsächsischen Maßsystem, die sich im weltweiten Edelmetallhandel durchgesetzt hat und unabhängig vom Handelsplatz einheitlich verwendet wird. Der Dollar als Notierungswährung ist ebenfalls historisch bedingt, unter anderem durch die frühere Rolle des US-Dollars als globale Leitwährung im Bretton-Woods-System sowie durch die Dominanz des Londoner und später auch des US-amerikanischen Handelsplatzes im internationalen Edelmetallgeschäft. Diese historisch gewachsene Struktur hat sich bis heute nicht verschoben, obwohl Zentralbanken außerhalb der USA, etwa in China oder Russland, in den vergangenen Jahren wiederholt Interesse an einer stärkeren Rolle der eigenen Währung im Rohstoffhandel signalisiert haben, an der Dollar-Notierung von Gold hat das bislang nichts geändert. Für Anlegerinnen und Anleger im Euroraum bedeutet das: Der tatsächlich relevante Preis in Euro hängt von zwei unabhängigen Größen gleichzeitig ab, dem Dollarpreis des Goldes selbst und dem Wechselkurs zwischen Euro und Dollar, mehr zu den Treibern dieser beiden Größen im Beitrag zur Goldpreisentwicklung.

Vom Dollar zum Euro: die zweite Variable

Um aus einer Dollar-Notierung einen Euro-Preis zu errechnen, wird der Dollarpreis mit dem aktuellen Wechselkurs multipliziert, danach folgt erst die Umrechnung auf Gramm. Ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung der Methode, mit Python nachgerechnet und mit bewusst angenommenen, runden Werten statt einem Tageskurs: Bei einem angenommenen Preis von 5.000 US-Dollar je Feinunze und einem angenommenen Wechselkurs von 0,92 Euro je Dollar ergibt die Multiplikation 4.600 Euro je Feinunze. Geteilt durch 31,1035 Gramm sind das rund 147,89 Euro je Gramm. Steigt der Dollarpreis des Goldes, während der Euro gegenüber dem Dollar gleichzeitig aufwertet, heben sich beide Effekte teilweise auf, der Euro-Preis bewegt sich dann weniger stark als der Dollarpreis allein vermuten lässt. Wer den Goldpreis nur in einer Währung verfolgt, sieht deshalb immer nur eine der beiden Bewegungen. Für die eigene Depotauswertung empfiehlt es sich deshalb, konsequent den Euro-Preis heranzuziehen, wenn der Vergleichswert die eigene Kaufkraft im Euroraum betrifft, und nicht auf eine in Finanzmedien oft zuerst genannte Dollar-Zahl hereinzufallen, die für sich allein wenig über die tatsächliche Wertentwicklung im eigenen Portfolio aussagt.

Von der Feinunze zum Gramm: die Umrechnung

Eine Feinunze entspricht exakt 31,1034768 Gramm, in der Praxis meist auf 31,1035 Gramm gerundet. Um aus einem Preis je Feinunze einen Preis je Gramm zu errechnen, wird durch diesen Faktor geteilt. Ein Rechenbeispiel, mit Python nachgerechnet, auf Basis des historischen Kurses vom 26. Jänner 2026 von 4.337,42 Euro je Feinunze: 4.337,42 Euro geteilt durch 31,1035 Gramm ergeben rund 139,45 Euro je Gramm Feingold. Dieser Grammpreis bezieht sich auf reines Gold mit einem Feingehalt von 999 Tausendsteln, nicht auf ein Schmuckstück, dessen Materialwert zusätzlich vom tatsächlichen Goldanteil abhängt, dazu mehr im Abschnitt zum Feingehalt.

Das LBMA-Goldfixing: wie der Referenzpreis zustande kommt

Der weltweit meistbeachtete Referenzpreis für Gold ist der LBMA Gold Price, der zweimal täglich, um 10:30 und um 15:00 Uhr Londoner Zeit, in einer elektronischen Auktion ermittelt wird, unabhängig verwaltet von der ICE Benchmark Administration (LBMA, Precious Metal Prices). In dieser Auktion geben autorisierte Marktteilnehmer fortlaufend Kauf- und Verkaufsaufträge ab, bis sich Angebot und Nachfrage innerhalb einer festgelegten Toleranz die Waage halten, erst dann gilt der Preis als fixiert. Neben US-Dollar wird der Preis auch in Pfund Sterling und Euro veröffentlicht, wobei die Euro-Notierung als indikativer Wert für Abrechnungszwecke gilt, nicht als eigenständige zweite Auktion. Dieser zweimal täglich fixierte Preis dient als weltweiter Bezugspunkt für Verträge, Bewertungen und die Preisstellung im Handel, der tatsächliche Marktpreis schwankt dazwischen fortlaufend weiter. Für private Anlegerinnen und Anleger hat das LBMA-Fixing vor allem indirekte Bedeutung: Der eigene Händler oder die eigene Bank orientiert sich zwar an diesem Referenzpreis, verlangt aber zusätzlich die bereits beschriebene Handelsspanne, der tatsächlich gezahlte oder erhaltene Preis weicht deshalb immer etwas vom offiziellen Fixing ab, nach oben beim Kauf, nach unten beim Verkauf.

Spread: der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis

Der Preis, den Sie beim Kauf von Gold zahlen, und der Preis, den Sie beim Verkauf derselben Menge erhalten, sind nie identisch. Die Differenz heißt Geld-Brief-Spanne oder Spread: Der Geldkurs ist der niedrigere Preis, zu dem ein Händler ankauft, der Briefkurs der höhere Preis, zu dem er verkauft. Bei einer Feinunze liegt diese Spanne meist bei 5 bis 6 Prozent, bei kleineren Gewichtseinheiten kann sie auf 20 Prozent und mehr steigen, weil sich die Handelskosten auf weniger Material verteilen (Verbraucherzentrale, Geldanlage Gold). Dieser Spread kommt zum bereits im Beitrag zum Investieren in Gold beschriebenen Aufgeld hinzu und bedeutet praktisch: Der Goldkurs muss erst über die gesamte Spanne steigen, bevor ein Verkauf überhaupt einen Gewinn gegenüber dem eigenen Einstand abwirft.

Feingehalt: warum Schmuckgold weniger wert ist als Anlagegold

Anlagegold in Form von Barren oder Münzen hat üblicherweise einen Feingehalt von 999 Tausendsteln, nahezu reines Gold. Schmuck wird dagegen selten aus reinem Gold gefertigt, weil dieses zu weich und leicht verformbar ist, stattdessen kommen Legierungen mit Kupfer oder Silber zum Einsatz, die die Härte erhöhen und die Farbe beeinflussen. In Österreich dürfen Goldgegenstände ab einem Feingehalt von 585 Tausendsteln punziert werden, das entspricht 58,5 Prozent tatsächlichem Goldanteil, gesetzliche Grundlage ist das Punzierungsgesetz (WKO, Punzierung). Zuständig für die Kontrolle der Punzierung ist das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV), das die Einhaltung der vorgeschriebenen Feingehaltsstempel überwacht (BEV, Häufig gestellte Fragen zur Punzierung). Objekte mit niedrigerem Feingehalt dürfen zwar verkauft werden, müssen dann aber mit der tatsächlichen, niedrigeren Zahl gekennzeichnet sein statt mit einer amtlichen Punze, ein Unterschied, der beim Verkauf leicht übersehen wird und den reinen Materialwert spürbar verändert. Ein Rechenbeispiel, mit Python nachgerechnet: Bei einem Ring mit 10 Gramm Gesamtgewicht und einem Feingehalt von 999 Tausendsteln steckt bei obigem Grammpreis ein Materialwert von 1.393,12 Euro darin. Bei gleichem Gewicht, aber einem Feingehalt von 585 Tausendsteln, wie er bei vielen Schmuckstücken üblich ist, sinkt der reine Materialwert auf 815,79 Euro, ein Unterschied von 577,33 Euro allein durch den geringeren Goldanteil, bei identischem Gewicht des Schmuckstücks. Wer ein altes Schmuckstück verkaufen möchte, sollte deshalb immer den tatsächlichen Feingehalt kennen, nicht nur das Gesamtgewicht, bevor er den Wert grob überschlägt. In Österreich darf Schmuck aus Legierungen unter 585 Tausendsteln ohnehin nicht als Goldschmuck verkauft werden, mit steigendem Goldpreis werden Punzen zunehmend gefälscht, weshalb ein Test des tatsächlichen Feingehalts vor dem Ankauf unverzichtbar bleibt.

Altgold verkaufen: worauf ein seriöser Ankauf achtet

Ein seriöser Goldankäufer sortiert Schmuckstücke vor der Bewertung nach ihrem jeweiligen Feingehalt, wiegt sichtbar auf einer geeichten Waage und legt das Ergebnis offen, statt im Hinterzimmer zu arbeiten (KONSUMENT.AT, Goldverkauf). Als Berechnungsgrundlage dient meist der tagesaktuelle Ankaufskurs der Österreichischen Gold- und Silber-Scheideanstalt (ÖGUSSA) für die jeweilige Feingehaltsstufe, multipliziert mit dem tatsächlichen Gewicht. Ein Test des Vereins für Konsumenteninformation bewertete Betriebe, die weniger als zwei Drittel dieses Marktwerts boten, als nicht zufriedenstellend, während Angebote nahe am vollen Tageskurs als fair galten. Wer Altgold verkauft, sollte sich außerdem eine schriftliche Bestätigung mit Gewicht, Feingehalt und gezahltem Betrag aushändigen lassen und Anbieter ohne festes Geschäftslokal oder ohne nachvollziehbares Wiegen meiden. Ein zweiter Vergleichswert vor dem Verkauf schadet nicht: Wer denselben Schmuck bei zwei oder drei unabhängigen Ankäufern an unterschiedlichen Standorten schätzen lässt, bevor er sich endgültig entscheidet, erkennt Ausreißer nach unten sofort, ohne dafür selbst den genauen Feingehalt technisch bestimmen zu müssen. Enthält das Schmuckstück zusätzlich Edelsteine, werden diese bei einer seriösen Bewertung getrennt vom reinen Goldwert eingeschätzt, ein Ankäufer, der Steine pauschal im Goldpreis mitverrechnet oder sie komplett ignoriert, bewertet das gesamte Stück in aller Regel zu Ihren Ungunsten.

Warum ein Tageskurs im Text sofort veraltet ist

Der Goldpreis bewegt sich während der Handelszeiten fortlaufend, ein an einem bestimmten Tag genannter Kurs ist schon Stunden später mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr aktuell. Belastbarer als eine einzelne Tageszahl ist deshalb die Mechanik der Notierung: die Maßeinheit Feinunze, die Umrechnung in Gramm und Euro, das Zustandekommen des Referenzpreises über das LBMA-Fixing sowie die Rolle von Spread und Feingehalt für den tatsächlich relevanten Wert im Einzelfall. Wer einen tatsächlich aktuellen Kurs zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt, findet ihn bei einer eigens darauf spezialisierten Quelle mit Echtzeitdaten, historische Werte mit Datum und die Frage, welche Faktoren den Kurs mittel- bis langfristig bewegen, stehen im Beitrag zur Goldpreisentwicklung. Die praktischen Kaufwege selbst, von Barren über Münzen bis zu börsengehandelten Wertpapieren, behandelt der Beitrag zum Investieren in Gold. Einen breiteren Überblick, wie Gold neben anderen Anlageklassen einzuordnen ist, bietet der Beitrag zur Geldanlage.

Stand der Angaben: LBMA-Fixing-Mechanismus nach LBMA. Spread-Größenordnung nach Verbraucherzentrale. Punzierungspflicht und Feingehalt nach WKO. Ankaufspraxis für Altgold nach KONSUMENT.AT. Das Rechenbeispiel zur Feinunzen-Umrechnung verwendet den historischen, datierten Goldkurs vom 26. Jänner 2026 aus dem Beitrag zur Goldpreisentwicklung, das Beispiel zur Dollar-Euro-Umrechnung verwendet bewusst angenommene, runde Werte zur Veranschaulichung der Methode, keine dieser Zahlen ist eine aktuelle Preisangabe.

Passend dazu

  • Goldpreisentwicklung 2018 – Prognosen und Ausblick für den Goldpreis
  • Investieren in Gold

Primary Sidebar

Unsere beliebtesten Artikel

  • Familienbonus Plus 2019 – Rechner und alle…
  • Abfertigung neu in Österreich – Rechner und…
  • Lohnsteuerausgleich und Arbeitnehmerveranlagung in…
  • Lohnsteuertabelle und Einkommensteuertabelle in…
  • Der Privatkredit – Kredite von Privatpersonen
  • Wieviel Kredit bekomme ich?
  • Der nationale Code für das Auto (KFZ) – Eurotax
  • Private Krankenversicherung in Österreich –…
  • Das Arbeitslosengeld in Österreich –…
  • Der große Euromillionen Ratgeber – Ziehung und…
  • Alimente & Unterhalt in Österreich –…
  • Pflegeversicherung in Österreich im Vergleich
  • Kredit für Arbeitslose in Österreich
  • Schweizer Franken Kredit – Ein…
  • Die Immobilienertragsteuer – der Ratgeber zur…
  • Goldpreisentwicklung 2018 – Prognosen und…
  • Kredit für ein Auto – Vorteile gegenüber dem Leasing
  • Krankenzusatzversicherung in Österreich –…
  • Prepaid Kreditkarten in Österreich: Sicher und…
  • Arbeitnehmer-Kündigung – Kündigungsschreiben…
  • Die Anlegerwohnung – Investieren in Wohnungen
  • Private Zahnzusatzversicherung – worauf in…
  • So verwahren Sie Ihr Bargeld geschützt und sicher zu Hause
  • Studentenkredit – Geld für das Studium
  • Handyvertrag kündigen – Vorlage und Tipps für…
  • Ein Konto für Arbeitslose – Bankomatkarte und…
  • Mietvertrag kündigen – Vorlage…
  • Kredit ohne Schufa – interessant für Österreicher?
  • Fondssparen in Österreich – Schritt für Schritt zum…
  • Schlüsseldienste: Mit diesen Preisen ist in…

Aktuelle Beiträge

  • Professionelle Angebotserstellung in Österreich: So überzeugen Sie Kunden
  • Rendite bei österreichischen Geldanlagen: Kennzahlen richtig berechnen
  • Ausschreibungen gewinnen in Österreich: Tipps für Unternehmen
  • Private Equity in Österreich: Beteiligungen an nicht börsennotierten Firmen verstehen
  • Bitcoin kaufen in Österreich: Rechtliche Rahmenbedingungen und Steuern
  • Immobilienfonds in Österreich: Chancen und Risiken der indirekten Immobilienanlage
  • Gehalt von Kindergärtnerinnen in Österreich: Bezahlung im Sozial und Bildungsbereich
  • Polizeigehälter in Österreich: Dienstgrade, Zulagen und Karrierechancen
  • Festgeldkonto in Österreich: Zinsen vergleichen und Steuervorteile nutzen
  • ETF‑Investments für Österreicher: Günstig und breit gestreut anlegen

Unser aktuelles Top-Thema

Die Privatarztversicherung in Österreich – freie Arztwahl im Vergleich

Die motorbezogene Versicherungssteuer in Österreich

Die Feuerversicherung – gegen Brand und Feuer versichert

Die Diebstahlversicherung in Österreich – gegen Einbruch versichert

Die Reiseunfallversicherung – unser Ratgeber für Österreich

Geld sinnvoll anlegen

Rendite bei österreichischen Geldanlagen

Rendite bei österreichischen Geldanlagen: Kennzahlen richtig berechnen

Festgeldkonto in Österreich

Festgeldkonto in Österreich: Zinsen vergleichen und Steuervorteile nutzen

Family Office in Österreich

Family Office in Österreich: Exklusive Vermögensverwaltung für Wohlhabende

Bausparen in Österreich

Bausparen in Österreich: Sicher anlegen und staatliche Prämie nutzen

Einlagensicherung in Österreich

Einlagensicherung in Österreich: Wie sicher ist Ihr Geld bei heimischen Banken?

Zinsen und Konditionen

Annuitätendarlehen in Österreich verstehen

Annuitätendarlehen in Österreich verstehen: Wie funktioniert das klassische Baufinanzierungsmodell?

Festdarlehen vs. Annuitätendarlehen in Österreich

Festdarlehen vs. Annuitätendarlehen in Österreich: Welche Kreditform passt zu Ihrer Finanzierung?

Nachrangdarlehen in Österreich

Nachrangdarlehen in Österreich: Chancen, Risiken und steuerliche Aspekte

Forward‑Darlehen in Österreich

Forward‑Darlehen in Österreich: Planungssicherheit bei künftigen Zinsbindungen

Kreditvergleich – so geht’s richtig

Impressum & Kontakt | Datenschutzerklärung