Immobilie in Deutschland kaufen – Steuerliche Aspekte

Die meisten Verbraucher, die sich mit Immobilien auseinandersetzen, vergessen dabei einen wichtigen Aspekt. Die Steuern. Es werden umfassende Pläne für die Finanzierung aufgestellt, doch weitere potentielle Kosten werden komplett ausgeblendet. Ist der Kredit nun einmal auf den Beinen, kommen noch weitere Belastungen hinzu, die manchmal darin münden, dass der Kredit aufgestockt werden muss. Wir werden Sie in diesem Artikel nun zu den steuerlichen Aspekten beim Kaufen von Immobilien aufklären.

Was sind Grundsteuer und Grunderwerbsteuer?

Hierbei handelt es sich um eine Steuer auf das Eigentum von Grundstücken und das Recht auf die Bebauung der Grundstücke. Dabei wird abhängig von der Gemeinde ein individueller Hebesatz erworben. Sie zahlen also in Berlin nicht denselben Satz wie in Hamburg oder Düsseldorf. Der zweite Begriff, den Sie kennen sollten, ist die Grunderwerbsteuer. Diese fällt dann an, wenn Sie ein Grundstück erwerben. Auch die Immobilien, die sich auf dem Grundstück befinden, fallen in diese Steuer hinein. Die Höhe dieser Steuer obliegt dem jeweiligen Bundesland. In Deutschland variiert der Steuersatz zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent. Diese Steuer macht ca. 1,3 Prozent des gesamten Steueraufkommens in Deutschland aus und ist somit eine wichtige Variable im Steuersystem.

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Was ist bei den Steuern für Immobilien in Deutschland zu beachten?

Wie bereits erwähnt, ist die Grunderwerbsteuer unterschiedlich. Seit 2006 ist dies möglich. Spitzenreiter ist dabei Schleswig-Holstein mit 6,5 Prozent. Doch auch in Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurde diese Steuer zum Jahreswechsel hin erhöht. Bremen liegt nun bei 4,5 Prozent, Berlin bei 6 Prozent und Niedersachen bei 5 Prozent. Einzig in Bayern und Sachsen blieb die Steuer bei 3,5 Prozent. Wenn Sie ein Haus in München kaufen wollen, bleibt Ihnen diese zusätzliche Erhöhung bis jetzt noch erspart. Wenn Sie sich für Häuser in Düsseldorf, Köln oder Frankfurt interessieren, müssen Sie ebenfalls 5 Prozent zahlen. Auch ist leider zu bekunden, dass die Notarkosten weiter angehoben wurden, pro Kauf im Schnitt um 200 Euro.

Dabei müssen Sie jedoch andere Vorteile betrachten. Wir befinden uns aktuell in einer Niedrigzinsphase. Das heißt, dass vor allem Kredite sehr günstig zu bekommen sind. Somit können Sie steuerliche Nachteile finanziell ausgleichen. Dabei ergibt sich jedoch ein Nachteil. Die Immobilien in Deutschland sind zum Teil zu 20 Prozent überbewertet. Wenn Sie mittelfristig Ihr Haus verkaufen wollen, können Sie mit herben Verlusten rechnen.

  • Grundsteuer und Grunderwerbsteuer beachten
  • unterschiedliche Sätze (abhängig von Kommunen und Bundesländern)
  • Notarkosten sind ebenfalls gestiegen

Was ist mit der Steuer auf Immobilien, die als Spekulationsobjekte dienen?

Seit der Wirtschaftskrise suchen die Verbraucher stabile Werte. Das Kaufen von einem Haus stellt etwas Grundsolides dar. Deshalb ist in den letzten Jahren ein regelrechter Boom ausgebrochen. Viele Anleger nutzen eine Wohnung unter anderem auch als Spekulationsobjekt. In Großstädten sind die Mieten für Wohnungen in der Regel hoch, sodass doppelt abkassiert werden kann. Zum einen die Wertsteigerung und zum anderen die Mieten. Wenn Sie nun diese Wohnungen wieder verkaufen wollen, müssen Sie unter gewissen Umständen Steuern zahlen. Wir erklären Ihnen nun, wie Sie dies umgehend und Ihre Gewinne gesamtheitlich einstreichen können. Die eine Möglichkeit ist, dass Sie warten. Und zwar zehn Jahre. Anschließend können Sie die Gewinne steuerfrei einbehalten. Die zweite Möglichkeit besteht darin, wenn Sie das Objekt zumindest zwei Jahre vor dem Verkauf selbst genutzt haben. Das gilt beispielsweise auch für Ihre Kinder, aber nun dann, wenn diese noch Kindergeld beziehen.

http://www.welt.de/finanzen/altersvorsorge/article121284554/In-Deutschland-wird-Hauskauf-zum-Vorsorgerisiko.html

http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/immobilien-wo-der-hauskauf-noch-lohnt/7766066.html

 

Was gibt es noch zu beachten?

Viele Verbraucher wissen nicht, wie der Gewinn von Immobilien überhaupt zustande kommt. Miteingerechnet werden nicht nur der Preis für den Kauf und Verkauf, beachten Sie auch Gebühren für den Notar, die Steuern, die wir Ihnen vorgestellt haben, der Grundbucheintrag und die Maklergebühren. Für Sie persönlich können noch die Kosten für den Umzug zum Tragen kommen. Erst anschließend können Sie überhaupt feststellen, ob ein Gewinn vorhanden ist oder nicht.

  • nach zehn Jahren lassen sich Immobilien steuerfrei verkaufen
  • oder Sie haben sie in den letzten zwei Jahren selbst bewohnt (auch Kinder zählen dazu)
  • für die Gewinnermittlung müssen viele weitere Faktoren beachtet werden